Schule erleben VS Kirchehrenbach

Podiumsdiskussion zur Berufsfindung 2011

Podiumsdiskussion in der Mittelschule Kirchehrenbach

 

Am 13. Dezember 2011fand an der Mittelschule Kirchehrenbach eine Podiumsdis-kussion mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, den Schülern und Eltern der 8. und 9. Klassen statt.

Thema der Diskussion war: Welche grundlegenden Voraussetzungen muss ein/e Mittelschüler/in mitbringen, um die nötige Ausbildungsreife zu haben?

Die SchülerInnen und deren Eltern konnten erfahren, welche Auswahlkriterien hierbei eine Rolle spielen. Neben guten Noten, man sollte keine vier in den Hauptfächern haben, stand bei allen die Motivation des Bewerbers an oberster Stelle. Auch Höflichkeit, Ehrlichkeit und Ausdauer wurden als wichtige Eigenschaften genannt. Man erwarte nicht, dass ein Bewerber bereits alles könne, sondern die Bereitschaft mitbringt, Neues zu lernen. Auch das Elternhaus spiele eine wichtige Rolle. Denn für einen erfolgreichen Abschluss ist es wichtig, dass Eltern hinter der Ausbildung ihrer/s Tochter/Sohnes stehen.

Herr Richter, Ausbildungsleiter der Firma Geiger in Pretzfeld, erklärte, dass er bei den Bewerbungen zuerst auf deren ordentliche und kreative Gestaltung achte. Erst danach werde auf die Noten gesehen. Seine zukünftigen Auszubildenden müssen sich mit der Firma identifizieren und Freude an ihrem Beruf mitbringen. Frau Hodacsik, Berufsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit, zeigte den Weg eines Schülers in das Berufsleben auf. Sie ging auf die Kriterien ein, die es zu beachten gilt und welche Schwierigkeiten dabei zu meistern sind. Frau Trautner, Ausbilderin im Hotelfachgewerbe, erzählte von den Besonderheiten ihres Berufszweiges. Wichtig ist, Freude im Umgang mit Menschen zu haben, alles andere kann man lernen.

Zwei ehemalige Schüler der Mittelschule Kirchehrenbach berichteten von ihren Erfahrungen bei der Ausbildungssuche. Für Selina Hofmann, Auszubildende als Bürokauffrau, achten die Betriebe vor allem auf soziale Kompetenzen wie Auftreten und Selbstbewusstsein. Moritz Kraus, Zimmermannlehrling, konnte durch ein freiwilliges sechswöchiges Praktikum während der Sommerferien seinen Ausbildungsbetrieb von seinen Fähigkeiten überzeugen.

Es wurde auch deutlich, dass sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz für unsere Mittelschüler aufgrund der demographischen Entwicklung und des Fachkräftemangels deutlich verbessert haben. Mittelschüler sind wegen ihrer praktischen Fähigkeiten im Handwerk und in der Industrie sehr gefragt und werden von den Betrieben stark umworben. Die nötigen Voraussetzungen aber muss sich jeder Schüler selbst aneignen.

Initiiert und organisiert wurde die Veranstaltung von den Lehrern Ronald Bayer, der auch SCHULEWIRTSCHAFT-Experte des Landkreises ist, und Georg Neutzner, SCHULEWIRTSCHAFT-Koordinator der Schule. Die Gäste wurden von Konrektor Herrmann Ulm begrüßt. Rektor Günter Hoch bedankte sich bei allen Teilnehmern und wünschte unseren Schülern einen guten Start in ihr zukünftiges Berufsleben.